INTERVIEW MIT DESIGNER KEN WINNER

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DER ZEITLOSE KLASSIKER UNTER DEN HIGH-PERFORMANCE FREERIDE-KITES IST DIE BENCHMARK FÜR BIG-AIR-ÜBERLEGENHEIT UND ATEMBERAUBENDE HANGTIME.

WELCHE ZIELE HAST DU DIR FÜR DEN REBEL 2019 GESETZT?

Wir haben enorm viel Zeit auf den Rebel 2018 verwendet, da er sich zum ersten Mal für vier Leinen eignen sollte. Zwar hat sich das 2018er Modell ähnlich wie der 2017er Rebel verhalten, aber es war in jeder Hinsicht ein völlig neues Design. Für 2019 haben wir versucht, die kleinen Schwächen auszubügeln, die einige Fahrer genannt hatten. Durch Konzentration auf kleine Optimierungen konnten wir Verbesserungen in der einen oder anderen Eigenschaft erzielen, ohne bestehende zu beeinträchtigen.

GAB ES HERAUSFORDERUNGEN AUF DEM ENTWICKLUNGSWEG? WIE HAST DU SIE GEMEISTERT?

Für den Rebel 2019 haben wir 25 oder 30 Prototypen durchlaufen. Ein Ziel war, die geringe Backstall-Neigung in gewissen Situationen zu verbessern. Deshalb haben wir etwas ausprobiert, was bei dem neuesten Mono schon funktioniert hat. Durch Abflachen des Leading Edge-Arc in der Mitte konnten wir der Canopy einen geringeren Anstellwinkel geben, auch in der Mitte. Letzten Endes hat es funktioniert. Aber wie man sich vorstellen kann: Dieselbe Anpassung, die ursprünglich für einen 1-Strut Kite entwickelt wurde, funktioniert an einem 5-Strut-Kite nicht. Deshalb brauchten wir mehrere Prototypen, bis wir endlich die richtige Krümmung gefunden hatten. Auch den Durchmesser der Leading Edge wollten wir anpassen, was eine Weile gedauert hat, bis er passte.

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WAS SIND DIE WICHTIGSTEN NEUERUNGEN IN DESIGN UND PERFORMANCE BEI DEM 2019er REBEL?

Der Leading-Edge-Arc ist in der Mitte flacher, um einen besseren Widerstand gegen Backstall zu erzielen. Dieser Leading-Edge-Bogen sorgt auch für etwas bessere Depower und schnellere Turns. Der LE-Durchmesser ist in der Mitte etwas kleiner. Das hilft dem Rebel, näher am Windfensterrand zu fliegen und senkrechter zu springen. Die beiden Bridle-Anknüpfpunkte befinden sich nun näher an der Mitte der Leading Edge. Dadurch sorgt die Bridle dafür, dass sich die schmaleren mittleren Leading Edge-Sektionen bei hohen Belastungen nicht verformen.

WAS SPRICHT FÜR DEN REBEL 2019?

Es gibt keinen besseren sprungorientierten Allround-Kite als den Rebel 2019. Er eignet sich durch seine Stabilität außerdem sehr gut für schwerere Fahrer, die einen extrem stabilen Kite benötigen, der hohe Lasten und große Power-Spitzen verkraftet.

WELCHE LEINENLÄNGEN EMPFIEHLST DU FÜR DIE VERSCHIEDENEN GRÖßEN?

Sky und ich benutzen meistens 22 m. Für Kites über 10 m sind 24-m-Lines am besten.

GIBT ES TIPPS ZUR VERWENDUNG DER VERSCHIEDENEN EINSTELLUNGEN?

Mit der Adaptive Tip-Einstellung kann der Nutzer den Bardruck anpassen und zwischen einem leichten Gefühl durch die Bar und einem direkteren Feedback des Kite wählen. Eine leichtere Bar ist weniger anstrengend für die Arme, gibt dem Kite aber ein weniger direktes „Eyes-off“-Gefühl. Sky, Patri und mir gefällt das direktere Gefühl. Du weißt immer, wo der Kite ist, auch ohne hinzusehen. Wir finden auch, dass er sich bei Sprüngen besser und sicherer anfühlt.

KURZ GESAGT: WAS IST NEU BEIM REBEL 2019?

Der Rebel 2019 hat von uns kleine Performancegewinne erhalten, ohne dass wir etwas opfern mussten. Er hat eine verbesserte Depower, und Sprünge sind vertikaler bei der gleichen beeindruckenden Hangtime. Turns sind viel sanfter und es bleibt nach wie vor der ultimative sprungorientierte High-Performance-Freeride-Cruiser.

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